Im Mittelpunkt der Dissertation steht die mit dem Sturz Heinrichs des Löwen 1180 angestoßene Territorialisierung zwischen Minden und Münden und im angrenzenden von Diemel, Fulda und Werra gebildeten Gebietsdreieck. Nach einem Blick auf die dort im Spätmittelalter entstandenen Herrschaften des geistlichen und laikalen Hochadels analysiert der Autor die von den Akteuren auf dem Wege zur Landesherrschaft genutzten herrschaftsbildenden Komponenten. Im zweiten Teil werden die politischen Aktivitäten der Hochstifte sowie ein mit der welfischen Wiedererstarkung nach Gründung des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg im Kontext zu sehender territorialer Konzentrationsprozeß behandelt, dem sich nur wenige der jungen Territorien in der Weserregion entziehen konnten. Nach einem Ausblick auf die weitere Entwicklung in der Neuzeit wird abschließend in einer die landesgeschichtlichen Grenzen Westfalens, Niedersachsens und Hessens überschreitenden Betrachtungsweise das wesentliche Ergebnis zusammengefaßt.