Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelGleichberechtigte Eltern-Kind-Beziehungen : ein Sekundär-Review zu den Effekten
- Verfasser
- Erschienen
- SpracheDeutsch
- DokumenttypMasterarbeit
- SchlagwörterDemokratische Erziehung / Familienerziehung / Erziehungsstil / Elternverhalten / Selbstbestimmung / Gleichberechtigung / Pädagogische Anthropologie / Antipädagogik / Eltern-Kind-Beziehungen / Interkulturelle Unterschiede / Evolutionäre Psychologie der Eltern-Kind-Beziehungen / Parenting style / Self-determination / Democratic education / Cross-cultural differences / Evolutionary psychology of parenting
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Abstract
In various political, academic and educational contexts, "equal rights" of children and adults are being demanded. The main part of this paper examines a voluminous selection of review literature on parenting, asking which consequences can be anticipated, according to the current empirical parenting literature, if parents follow an ideal of equal rights relationships in dealing with their children. Equal rights relationships are defined as providing self-determination, codetermination, equivalence of needs and an advance of trust. The utilized review literature reports 202 empirical investigations of variables which are in content obviously related to one or several of these characteristics (e.g., democracy, power assertion). The review of these studies reveals a pattern of results that is predominantly in favor of equal rights, but also inconsistent. Studies that seem to point to disadvantages of equal rights, however, can be interpreted as being consistent not only with the assumption of predominantly favorable effects of equal rights, but even with the stronger supposition of the superiority of the concept over the most frequently recommended "authoritative parenting".
This review is complemented firstly by considerations on the cultural relativity of effects, and secondly by a discussion of findings on the question whether humans are evolutionarily predisposed to rather hierarchical or equal rights relationships. Eventually, advantages of the concept of equal rights are being specified, regarding the didactics of parent trainings as well as the progression of research on adult-child relationships.
Zusammenfassung
In verschiedenen politischen, wissenschaftlichen und praktisch-pädagogischen Zusammenhängen wird die "Gleichberechtigung" von Kindern und Erwachsenen gefordert. Der Hauptteil dieser Arbeit wertet eine umfangreiche Auswahl erziehungspsychologischer Überblicksliteratur im Hinblick darauf aus, welche Konsequenzen aufgrund des empirischen Forschungsstandes zu erwarten sind, wenn Eltern und Kinder gleichberechtigt zusammenleben. Gleichberechtigte Beziehungen werden dabei definiert durch die Merkmale Selbst- und Mitbestimmung, Gleichwertigkeit der Bedürfnisse und Vertrauensvorschuss. In der bearbeiteten Überblicksliteratur werden 202 empirische Untersuchungen von Variablen berichtet, die thematisch mit einem oder mehreren dieser Merkmale in deutlicher Beziehung stehen (z.B. Demokratie, Machtausübung). Die Übersicht über diese Studien zeigt eine überwiegend für Gleichberechtigung sprechende, aber auch widersprüchliche Befundlage. Studien, die gegen den Nutzen von Gleichberechtigung zu sprechen scheinen, können jedoch so interpretiert werden, dass sie nicht nur mit der Annahme hauptsächlich günstiger Auswirkungen von Gleichberechtigung vereinbar sind, sondern sogar mit der weiter gehenden Vermutung einer Überlegenheit des Konzepts über die meistens empfohlene "autoritative Erziehung".
Ergänzt wird dieser Review zum einen durch Überlegungen zur Kulturabhängigkeit von Effekten, zum anderen durch die Diskussion von Befunden zu der Frage, ob der Mensch evolutionär eher zu hierarchischen oder eher zu gleichberechtigten Beziehungen prädisponiert ist. Schließlich werden Vorteile des Gleichberechtigungs-Konzepts für die Didaktik der Elternbildung sowie für den wissenschaftlichen Fortschritt genannt.
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